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11.10.2025 | Nummer 10 | Seite 10 Netzschkauer STADTANZEIGER
bzw. 1908 als Neubau eine Garten- Zur Schaffung von modernen Telekommunikationsanlagen musste im Mai
halle erhielt. 1991 der 1960 erbaute Richtfunkturm auf dem Kuhberggipfel einem
Bis 1941 bemühten sich der Vorsit- Turm für neue Richtfunkstrecken und Antennen weichen.
zende Oswald Popp in Verbindung Dieser weist eine Höhe von 90,50 m auf. Der Bau schloss am 17. Septem-
mit der Stadt Netzschkau weitere ber 1992 ab.
Grundstücke am Berge zu erwer-
ben, was aber infolge des Krieges
entfiel.
Am 16. April 1945 wurde das herrliche Kuhberggelände mit der Spren-
gung der Unterkunftshütte fast an den Rand des Ruins getrieben. Nach
Kriegsende und Auflösung des Bismarckturmvereins zwang die Notlage
der Bevölkerung alles „Brauchbare“ für den Eigenbedarf zu sammeln.
Der Turm zeigte erhebliche Bauschäden.
1953/54 bauten Natur- und Heimatfreunde im Rahmen des NAW unter
der Leitung von Heinrich Matthes, Heinrich Bär, Bernhard Burkhard und
Johannes Popp sowie vorrangig Netzschkauer Betrieben und Handwer-
kern nach dem Entwurf von Werner Hartig (Netzschkau) die Kuhbergbau-
de neu auf und schufen so wieder eine Einkehrstätte für Besucher. Die Be-
wirtschaftung übernahm das Ehepaar Poser.
Nach dem das Kuhbergumfeld 1968 unter Naturschutz gestellt wurde
und der Turm 1973 eine gründliche Renovierung erfuhr, nahm der Kuh- Vorbereitend für Folgerestaurierun-
berg und seine Einrichtungen großen Aufschwung und erfreuten sich im gen wurde der Turm 2019 mit För-
Laufe der Jahre immer größer werdender Beliebtheit. dermitteln der Unteren Denkmal-
schutzbehörde des Vogtlandkreises
Wer heute den Berggipfel besteigt, saniert.
kann sich neben der herrlichen Aus- Abschließend sei festgestellt, dass
sicht, einer vorzüglichen Gastrono- die gemeinsame Lösung im Städte-
mie durch die Familie Christian Mül- verband ein Meisterwerk der Archi-
ler auch an der sich seit 1991 stän- tektur sowie einen Ort der Freude
dig erweiterten Kuhbergeisenbahn und Erholung schuf, dessen Wirken
und Spielgeräten für die Kinder er- bis in die heutige Zeit reicht. Mit
freuen. welcher Einsichtigkeit und Ent-
schlossenheit der Städteverband im Zusammenwirken mit dem Kuhberg –
Komitee und VVN das Vorhaben mit allen Nebengleisen in nicht einmal ei-
nem viertel Jahr bewältigte und das zum Festpreis von 25 665,00 RM wä-
re für heutige Verhältnisse bei vielen anderen Vorhaben wünschenswert.
Falk Naumann & Tim Naumann
Quellen:
Archiv Ortschronik Netzschkau
Sammlung des Verfassers
J. Tischendorf Aus der Geschichte des Bismarckturmes 1926
Broschüre B. Scholz, F. Naumann Kuhberg 2000
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